© Werne Orthopädie-Schuhtechnik GmbH, Ralf Hofacker
Orthopädische Maßschuhe von Werne aus der Nähe von Rheinfelden und Lörrach – Meisterwerke in Vollendung.
Orthopädische Maßschuhe werden aufwendig in mehr als 160 Arbeitsschritten von Hand in unserer Meisterwerkstatt gefertigt. Orthopädische Maßschuhe haben vielfältige Funktionen, die bei Fußkrankheiten, altersbedingten Veränderungen oder zur Rehabilitation zum Einsatz kommen. Werne Orthopädie-Schuhtechnik ist der Spezialist für Maßschuhe.
Maßschuhe von Werne.
Durch die umfassende und professionelle Analyse von Werne Orthopädie-Schuhtechnik können alle nötigen Untersuchungsergebnisse in den Bau des Schuhs einfließen. Während der Tragezeit muss der Maßschuh von Zeit zu Zeit in seiner Funktion und Beschaffenheit kontrolliert werden.
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Handgefertigt von Anfang an. Maßschuhe aus Meisterhand.
Individuelle orthopädische Maßschuhe von Werne Orthopädie-Schuhtechnik
Orthopädische Maßschuhe sind Meisterwerke des Orthopädie-Schuhtechnik-Handwerks. Werne Orthopädie-Schuhtechnik entwickelt die meist zur medizinischen Versorgung gefertigten Sondermodelle komplett von Hand in der eigenen Meisterwerkstatt. In mehr als 160 Arbeitsschritten werden die Unikate für sensible oder beanspruchte Füße bis ins kleinste Detail liebevoll hergestellt.
Werne Orthopädie-Schuhtechnik bietet außegrwöhnliche Maßschuhe für individuelle Anforderungen. Rufen Sie uns an.
Waldshut: 07751 910520 oder werne@werne.biz
Schopfheim: 07622 9822 oder ortho@werne.biz
Vom Leisten bis zum fertigen Schuh – Orthopädisches Handwerk für eine optimale Versorgung.
Die Basis jedes Maßschuhs ist die Eins-zu-Eins-Kopie der Füße: der Leisten.
Zwar wird bei Werne Orthopädie-Schuhtechnik vieles digital und mit moderner Technik umgesetzt, aber ein orthopädischer Maßschuh besteht nach wie vor aus sehr vielen handwerklichen Tätigkeiten. Von der Leistenerstellung über den Schaftbau, die Lederbearbeitung und Nähvorgänge über das Zwicken und Nageln bis hin zur Fertigstellung des Schuhs, ist ein orthopädischer Maßschuh die handwerkliche Krönung jedes Orthopädie-Schuhtechnikers. Die wichtigste Aufgabe eines orthopädischen Maßschuhs ist es, nach einem vom behandelnden Arzt genau definierten Spektrum, gesundheitliche Beschwerden zu lindern. Der Schuh soll die Mobilität verbessern und Probleme reduzieren. Oft werden zur Erstellung des Leistens Gipsabdrücke gemacht, aber auch 3D-Scans und Druckmessungen.
Sollten Sie Fragen zur Maßschuhfertigung bei Werne Orthopädie-Schuhtechnik haben, können Sie uns gern kontaktieren: Telefon Waldshut: 07751 910520 / Telefon Schopfheim: 07622 9822
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Wussten Sie schon … ?
… dass Sie mit orthopädischen Maßschuhen von Werne Orthopädie das Maximum an orthopädischer Schuhversorgung erhalten? Ein angenehmes Gefühl beim Gehen können aber auch modische Komfortschuhe von Werne Orthopädie in Waldshut und Schopfheim bewirken. Komfortschuhe unterscheiden sich von rein modischen Schuhen durch die gesunden Details: austauschbares Fußbett, optimale Passform durch unterschiedliche Schuhweiten, hochwertige Verarbeitung etc. Entdecken Sie unsere große Auswahl an aktuellen Schuhmodellen!
Häufig gestellte Fragen zu Maßschuhen
Was sind orthopädische Maßschuhe?
Orthopädische Maßschuhe sind individuell angefertigte medizinische Schuhe, die als Hilfsmittel bei schweren Fußproblemen dienen. Sie unterscheiden sich von gewöhnlichen Komfort- oder Markenschuhen (wie z. B. Finn Comfort oder Waldläufer) dadurch, dass sie exakt für einen bestimmten Fuß und dessen Bedarf hergestellt werden. Man erhält orthopädische Maßschuhe nur, wenn normale Schuhe – selbst in Kombination mit orthopädischen Einlagen oder Zurichtungen – nicht mehr ausreichen, um dem Fuß zu helfen. In solchen Fällen übernehmen wir die Anfertigung von Hand und nach Maß auf Basis der ärztlichen Vorgaben. Alle nötigen orthopädietechnischen Elemente (z. B. Stützen, Polster oder Abrollhilfen) werden direkt in den Schuh eingearbeitet. So entsteht ein einzigartiges Paar Schuhe, das gezielt zur Korrektur von Fehlstellungen, Linderung von Schmerzen und Verbesserung des Gangbildes beiträgt.
Für wen sind orthopädische Maßschuhe notwendig?
Orthopädische Maßschuhe kommen bei schwerwiegenden Fußveränderungen oder Erkrankungen zum Einsatz, wenn einfachere Hilfen nicht genügen. Typische Beispiele sind:
- Ausgeprägte Fußfehlstellungen (z. B. starker Plattfuß, Hohlfuß oder Klumpfuß) – also Formveränderungen des Fußes, die mit normalen Schuhen nicht ausreichend ausgeglichen werden können.
- Diabetisches Fußsyndrom (Risikofuß bei Diabetes mit Durchblutungs- oder Gefühlsstörungen und drohenden Geschwüren) – Maßschuhe schützen hier den Fuß und können Druckstellen oder Wunden verhindern.
- Rheumatische Fußleiden (z. B. Deformationen durch Rheuma) – bei chronischen Entzündungen und Verformungen bieten Maßschuhe die nötige Entlastung und Stabilität.
- Schwere Arthrose in Sprung- oder Fußgelenken – wenn Gelenkverschleiß zu Fehlstellung oder Schmerzen führt, können Maßschuhe die Belastung optimal verteilen.
- Teil-Amputationen am Fuß (z. B. Vorfußamputation) – Maßschuhe stabilisieren den verbliebenen Fußteil und gleichen fehlende Strukturen aus.
- Lähmungen oder neurologische Probleme im Bein/Fuß (etwa Spitzfußstellung bei spastischen Lähmungen) – hier geben die Schuhe Halt und korrigieren die Fußposition.
- Größere Beinlängendifferenzen (Verkürzung eines Beins um ca. 3 cm oder mehr) – Maßschuhe mit integrierter Erhöhung können solche Unterschiede ausgleichen, wenn einfache Erhöhungen nicht ausreichen.
Ob im Einzelfall orthopädische Maßschuhe notwendig sind, entscheidet der Arzt anhand des Befundes. Grundsätzlich gilt: Wenn fußgerechte Konfektionsschuhe mit Einlagen nicht mehr helfen, besteht Anspruch auf individuell angepasste orthopädische Schuhe. Diese speziellen Schuhe sichern die Mobilität und Lebensqualität der Betroffenen, indem sie Funktionen übernehmen, die normale Schuhe nicht leisten können.
Wer kann orthopädische Maßschuhe verordnen?
Um orthopädische Maßschuhe zu erhalten, benötigt man ein Rezept (Verordnung) von einem Arzt. In der Regel stellt ein Facharzt für Orthopädie diese Verordnung aus – besonders bei der Erstversorgung ist ein Orthopäde sinnvoll, da er den Bedarf genauer einschätzen kann als ein Hausarzt. Ein Hausarzt kann zwar prinzipiell auch orthopädische Schuhe verschreiben, jedoch verlangen viele Krankenkassen bei der ersten Versorgung die spezialisierte Diagnose eines Orthopäden oder Unfallchirurgen. Nach der Erstversorgung ist es bei Folgeverordnungen oft möglich, dass auch der Hausarzt das Rezept ausstellt (sofern der Befund eindeutig ist). Wichtig ist, dass die Verordnung eine genaue Diagnose und Indikation enthält. Mit dem Rezept wenden Sie sich dann an uns – wir fertigen die Maßschuhe. Wir kümmern uns auch um den Kostenvoranschlag und die Genehmigung durch die Krankenkasse. Kurz gesagt: Sprechen Sie zunächst mit Ihrem Orthopäden über Ihre Fußbeschwerden – er wird Sie beraten und bei Bedarf die notwendigen orthopädischen Schuhe verordnen.
Wie bekomme ich orthopädische Maßschuhe? (Rezept und Ablauf)
Der Weg zum eigenen Paar orthopädischer Maßschuhe erfolgt in mehreren Schritten:
- Ärztliche Verordnung: Zunächst muss ein Arzt (idealerweise ein Orthopäde) feststellen, dass Sie orthopädische Schuhe benötigen, und Ihnen dafür ein Rezept ausstellen. Ohne ärztliche Verordnung übernehmen die Krankenkassen die Kosten in der Regel nicht.
- Fachbetrieb aufsuchen: Mit dem Rezept wenden Sie sich gerne an uns. Wir sind Vertragspartner der Krankenkassen und Berufsgenossenschaften und beraten Sie zu den weiteren nötigen Schritten.
- Kostenvoranschlag und Genehmigung: Wir prüfen die Verordnung und erstellen einen Kostenvoranschlag, den wir bei Ihrem Kostenträger einreichen. Die Kasse überprüft die medizinische Notwendigkeit und die Kosten. Dieser Genehmigungsprozess dauert oft einige Wochen (üblich sind etwa 1–4 Wochen bis zur Bewilligung). Sobald die Krankenkasse zustimmt, bekommen Sie (und wir) eine Genehmigung für die Maßschuhe.
- Maßaufnahme und Beratung: Nun beginnt die eigentliche Versorgung. Wir vermessen ausführlich Ihre Füße. Dabei werden Fußlänge, -breite und Umfänge gemessen, Abdrücke oder digitale Fußscans erstellt und auch Ihr Gangbild sowie Beinachse analysiert. Diese genaue Maßaufnahme stellt sicher, dass der Schuh nachher perfekt passt und die Problemzonen berücksichtigt. Gerne besprechen wir auch mit Ihnen Besonderheiten und Wünsche (z. B. bevorzugte Schuhform, Farbe, falls medizinisch machbar).
- Herstellung eines Leisten und Probeschuhs: Anhand der gewonnenen Daten wird ein Leisten hergestellt – das ist ein Modell Ihres Fußes, auf dem der Schuh gebaut wird. Teilweise wird zunächst ein Probeschuh (Testschuh) aus einem einfacheren Material (z. B. Kunststoff) gefertigt. Dieser Probeschuh dient dazu, die Passform und Funktion zu überprüfen, bevor der endgültige Schuh gebaut wird. Sie probieren den Probeschuh an und wir kontrollieren, ob noch Druckstellen auftreten oder Änderungen nötig sind.
- Fertigung der Maßschuhe: Wenn alles passt, werden Ihre endgültigen orthopädischen Schuhe in Handarbeit angefertigt. Dabei werden hochwertige Materialien (z. B. Leder, spezielle Sohlen) verwendet, und alle orthopädischen Elemente (Verstärkungen, Abrollhilfen, Polster etc.) integriert. Sie als Patient können in gewissem Umfang beim Design mitentscheiden – moderne orthopädische Maßschuhe gibt es in verschiedenen Stilrichtungen, von sportlich bis elegant.
- Anprobe und Ausgabe: Ist das Paar fertiggestellt, erfolgt die Anprobe der Maßschuhe. Wir überprüfen erneut den Sitz und die Funktion. Kleinere Anpassungen können noch vorgenommen werden (z. B. Polster ergänzen, Riemen anpassen). Sie erhalten außerdem Hinweise, wie Sie die Schuhe eintragen und pflegen sollen.
- Nachkontrolle: Nach einigen Wochen Tragezeit empfehlen wir eine Nachkontrolle, um zu sehen, ob die Schuhe einwandfrei funktionieren oder ob nachjustiert werden muss. So wird sichergestellt, dass Sie dauerhaft gut versorgt sind.
Insgesamt erfordert die Versorgung mit orthopädischen Maßschuhen also etwas Zeit und Mitarbeit: Von der ersten Untersuchung bis zum fertigen Schuh können oft mehrere Wochen (manchmal 1–2 Monate) vergehen, je nach Dauer der Genehmigung und Fertigung. Doch das Ergebnis – ein individuell für Sie hergestellter Schuh – lohnt die Mühe.
Wie viele orthopädische Maßschuhe kann ich bekommen?
Wichtig zu wissen: Die Erstversorgung umfasst in der Regel zwei Paar Straßenschuhe und ein Paar Hausschuhe als Grundausstattung. Allerdings bekommen Sie nicht alle Paare auf einmal: Üblich ist, dass zuerst ein Paar angefertigt und mehrere Wochen erprobt wird (Probephase), bevor die restlichen Schuhe gefertigt werden. Diese Vorgehensweise (erst testen, dann die zweiten Schuhe fertigen) dient dazu, eventuelle Probleme früh zu erkennen und nicht gleich zwei Paar in derselben fehlerhaften Form zu produzieren. Daher kann sich die vollständige Erstversorgung über einige Monate erstrecken (z. B. erstes Paar fertig, 4 Wochen tragen, dann zweites Paar in Auftrag geben usw.).
Zusammengefasst: Geduld ist gefragt – die Versorgung mit Maßschuhen ist kein Schnellprozess. Gerne können wir einen groben Zeitplan für Ihren konkreten Fall mit Ihnen besprechen. Falls es besondere dringliche Umstände gibt (etwa ein diabetischer Fuß mit akuter Wunde), kann in Absprache manchmal eine beschleunigte Versorgung oder ein Übergangshilfsmittel (z. B. Therapieschuh) organisiert werden. Im Normalfall aber sollten Sie einige Wochen Wartezeit einplanen, bis Sie Ihre maßgefertigten Schuhe in den Händen halten – dann aber optimal passend.
Müssen orthopädische Maßschuhe eingetragen werden?
Ja, orthopädische Maßschuhe sollten schrittweise eingetragen werden. Auch wenn sie individuell gefertigt sind, können neue Schuhe anfangs ungewohnt sein und der Fuß muss sich erst darauf einstellen.
Prüfen Sie gerade in der Anfangszeit täglich Ihre Füße auf Rötungen oder Druckstellen. Leichte Druckspuren können normal sein, sollten aber nicht schlimmer werden. Bei schmerzhaften Stellen sollten Sie sich dringend bei uns melden, damit der Schuh nachgebessert wird.
Nach der Eintragephase gilt: Tragen Sie die orthopädischen Schuhe möglichst regelmäßig. Um den therapeutischen Effekt voll auszuschöpfen, sollte man idealerweise keine alten, ungeeigneten Schuhe mehr benutzen. Für den Innenbereich gibt es orthopädische Hausschuhe, damit Sie auch zu Hause gut versorgt sind. Je konsequenter Sie die Maßschuhe tragen, desto besser können sie wirken und Problemen vorbeugen.
Können orthopädische Maßschuhe auch modisch aussehen?
Heutzutage müssen orthopädische Schuhe nicht klobig oder altmodisch aussehen. Die Zeiten der rein „medizinisch“ wirkenden Schuhe sind vorbei – moderne orthopädische Maßschuhe lassen sich optisch ansprechend gestalten. Wir bei Werne bieten verschiedene Designs, Materialien und Farben an, aus denen Sie wählen können, soweit es der Fußbefund zulässt. So kann z. B. ein Maßschuh wie ein klassischer Halbschuh aus elegantem Leder aussehen, es gibt sportliche Sneaker-Varianten oder sogar Wanderschuh-Optiken – alles mit der notwendigen orthopädischen Technik im Inneren.
Natürlich müssen gewisse technische Anforderungen eingehalten werden (z. B. genügend Raum für besondere Einbauten, stabile Sohlen), doch innerhalb dieser Grenzen ist viel Gestaltungsfreiraum vorhanden. Sie können in der Regel mitentscheiden, ob Sie z. B. einen schwarzen Lederschuh, einen farbigen Sportschuh oder einen anderen Stil bevorzugen. Auch Details wie Verschlüsse (Schnürsenkel, Klettverschluss) oder Dekorelemente können oft angepasst werden. Wichtig ist, dass das Design die Funktion nicht beeinträchtigt – wir können Sie beraten, was machbar ist. Viele Patienten sind überrascht, wie „normal“ und schön moderne orthopädische Maßschuhe aussehen können. Scheuen Sie sich also nicht, Ihre Vorstellungen zu äußern. Denken Sie daran: Der Schuh soll Ihnen gefallen, und Ihren Fuß bestmöglich unterstützen. Beides lässt sich heute gut vereinen.
Wie pflege ich orthopädische Maßschuhe richtig?
Orthopädische Maßschuhe sind meist aus hochwertigen Materialien gefertigt und oft täglichen starken Beanspruchungen ausgesetzt. Mit der richtigen Pflege können Sie die Lebensdauer und Funktion Ihrer Schuhe deutlich verlängern. Hier einige Pflegetipps:
- Regelmäßig reinigen: Entfernen Sie Schmutz nach dem Tragen mit einer weichen Bürste oder einem feuchten Tuch. Leder sollten Sie in regelmäßigen Abständen mit geeignetem Lederreinigungsmittel abwischen. Vermeiden Sie aggressive Reiniger, um Material und Imprägnierung nicht zu beschädigen.
- Pflegemittel verwenden: Nutzen Sie immer ein zum Material passendes Pflegemittel. Lederschuhe freuen sich über Schuhcreme oder Lederfett, um geschmeidig zu bleiben. Textil- oder Kunstlederanteile benötigen ggf. andere Produkte (fragen Sie uns nach geeigneten Pflegemitteln). Regelmäßiges Eincremen oder Imprägnieren schützt vor Feuchtigkeit und Rissen.
- Trocknen und Lüften: Lassen Sie die Schuhe nach dem Tragen gut auslüften. Nehmen Sie eventuell lose Einlagen heraus zum Trocknen. Falls die Schuhe feucht geworden sind (Regen oder Schweiß), stopfen Sie sie mit Zeitungspapier aus und lassen Sie sie bei Zimmertemperatur Stellen Sie orthopädische Schuhe niemals auf die Heizung oder in die pralle Sonne – extreme Hitze kann das Material spröde machen oder verformen.
- Schuhspanner nutzen: Um die Form zu erhalten und Faltenbildung im Leder zu minimieren, können Sie Schuhspanner oder einfach zusammengeknülltes Papier in die Schuhe stecken, wenn Sie sie längere Zeit nicht tragen. Das hilft, die Passform zu bewahren.
- Regelmäßige Kontrolle: Schauen Sie mindestens einmal im Monat nach, wie stark Sohle und Absatz abgenutzt sind. Durch die korrigierte Stellung Ihres Fußes kann sich der Verschleiß anders verteilen als bei normalen Schuhen. Wenn Sie merken, dass z. B. die Außensohle stark einseitig abläuft oder Risse bekommt, bringen Sie die Schuhe zur Inspektion. Orthopädische Maßschuhe können in der Regel neu besohlt oder repariert werden, was günstiger ist als ein Neuerwerb. Wichtig: Lassen Sie Reparaturen nur vom Fachbetrieb durchführen, der die Schuhe gefertigt hat oder sich damit auskennt – so bleibt auch die Gewährleistung erhalten.
Mit guter Pflege bleiben Ihre Maßschuhe nicht nur langlebig, sondern behalten auch ihre volle Funktion. Denken Sie daran, dass orthopädische Schuhe täglich für Ihre Gesundheit arbeiten – behandeln Sie sie daher mit entsprechender Sorgfalt, dann werden sie Ihnen lange dienen.
Werden orthopädische Maßschuhe von der Krankenkasse bezahlt?
Ja, in den allermeisten Fällen übernimmt die gesetzliche Krankenkasse oder Unfallversicherung die Kosten für orthopädische Maßschuhe – vorausgesetzt, es liegt eine medizinische Notwendigkeit vor und Sie haben eine entsprechende ärztliche Verordnung. Orthopädische Maßschuhe zählen zu den anerkannten Hilfsmitteln (Hilfsmittelverzeichnis Produktgruppe 31), finanziert werden, wenn z. B. schwere Fußleiden, Diabetes mit Fußproblemen oder andere oben genannte Indikationen vorliegen. Wichtig ist, dass der Kostenträger den Kostenvoranschlag genehmigt, bevor die Schuhe gefertigt werden.
Allerdings: Da Schuhe auch Gebrauchsgegenstände des Alltags sind, gibt es gesetzliche Regelungen, dass Versicherte sich an den Kosten beteiligen müssen. Die Krankenkasse zahlt also den Löwenanteil, aber Sie als Patient tragen einen Eigenanteil. Private Krankenkassen handhaben die Kostenübernahme je nach Tarif – meist sind orthopädische Schuhe bei medizinischer Notwendigkeit ebenfalls erstattungsfähig, aber hier sollten Versicherte individuell nachfragen.
Auch Spezialfälle werden von den gesetzlichen Kassen übernommen: z. B. diabetische Schutzschuhe oder orthopädische Verbandschuhe (konfektionierte Therapieschuhe) – diese zählen ebenfalls als Hilfsmittel. Insgesamt können Sie davon ausgehen, dass keine hohen finanziellen Lasten auf Ihnen liegen, wenn Sie Anspruch auf Maßschuhe haben.
Was kostet mich ein Paar orthopädische Maßschuhe?
Dank Krankenkassenübernahme halten sich die eigenen Kosten in Grenzen. Konkret müssen gesetzlich Versicherte pro Paar orthopädischer Maßschuhe einen festen Eigenanteil bezahlen, plus die Rezeptgebühr. Dieser Eigenanteil ist gesetzlich vorgegeben und beträgt derzeit etwa 76 € pro Paar Straßenschuhe und 40 € pro Paar Hausschuhe (für Erwachsene). Jugendliche zahlen weniger Eigenanteil (ca. 45 € bzw. 20 €). Zusätzlich kommt die Zuzahlung von 10 € (maximal) pro Verordnung hinzu. Diese Beträge zahlen Sie direkt an den Orthopädieschuhmacher – also an uns. Eine Befreiung vom Eigenanteil ist nicht möglich, weil man davon ausgeht, dass Sie durch die Maßschuhe keine normalen Schuhe kaufen müssen. Wenn Sie wirtschaftlich stark belastet sind, gibt es ggf. die Möglichkeit, beim Sozialamt oder anderen Stellen eine Übernahme des Eigenanteils zu beantragen – dies ist aber ein separater Vorgang außerhalb der Krankenkasse.
Außer dem festen Eigenanteil können Kosten entstehen, wenn Sie Sonderwünsche haben, die über die Standardversorgung hinausgehen. Wollen Sie zum Beispiel ein ganz bestimmtes exklusives Leder, ein ausgefallenes Design oder Extras, die medizinisch nicht erforderlich sind, müssen Sie diese privat bezahlen (sog. „Mehrkosten“ oder Aufzahlungen).
Ohne Rezept / Privatkauf: Sollten Sie orthopädische Maßschuhe ohne Rezept bzw. auf eigene Faust kaufen (etwa weil keine ausreichende Indikation vorliegt oder Sie als Privatpatient keinen Anspruch haben), müssen Sie die vollen Kosten selbst tragen. Ein Paar maßgefertigte Schuhe ist deutlich aufwändiger und teurer als normale Schuhe – je nach Aufwand und Material kann das mehr als tausend Euro pro Paar bedeuten.
Wie oft habe ich Anspruch auf neue orthopädische Schuhe?
Die Häufigkeit, mit der Sie neue orthopädische Maßschuhe bekommen können, ist durch Richtlinien vorgegeben. Maßschuhe sind sehr robust und so konzipiert, dass sie mindestens zwei Jahre intensiver Nutzung standhalten sollen. Daher gilt: Straßenschuhe dürfen in der Regel erst nach 2 Jahren ersetzt werden, orthopädische Hausschuhe nach 4 Jahren. Vorausgesetzt, die alten Schuhe sind tatsächlich nicht mehr funktionsfähig oder passen wegen Veränderungen nicht mehr.
Natürlich gibt es Sonderfälle: Kinder und Jugendliche dürfen oft häufiger neue Schuhe bekommen, da sie aus den alten herauswachsen – hier genehmigen Kassen auch früher einen Ersatz, wenn die Schuhe zu klein werden. Auch wenn sich der Fußzustand wesentlich ändert (etwa durch weitere Operationen oder Verschlechterung der Deformität) oder ein Schuh trotz Reparatur unbrauchbar wird, kann eine vorzeitige Neubeschaffung nötig sein. Dann muss der Orthopäde dies begründen und die Krankenkasse zustimmen.
Im Normalfall können Sie sich aber an die 2-Jahres-Regel halten. Pflegen Sie Ihre Schuhe gut, damit sie die vorgesehene Nutzungsdauer erreichen. Und planen Sie rechtzeitig den Folgetermin beim Arzt ein, wenn ein Ersatztermin naht. So stellen Sie sicher, dass Sie nahtlos immer mit funktionsfähigen orthopädischen Schuhen versorgt sind und Ihre Mobilität erhalten bleibt.


